Apolobamba Trekking
Privattour, 7 Tage
1. Tag: In La Paz treffen Sie sich mit Ihrem Führer für den Apolobambatrek, Ihr Fahrzeug ist auch schon dabei, sodass Sie gleich nach Pelechuco weiterfahren können.
Da die zumeist nicht geteerten Fahrwege sich zum Teil in einem mehr als desolaten Zustand befinden, brauchen Sie auch den Rest des Tages für die Anfahrt. Doch die ist alles andere als langweilig, geht es doch durch atemberaubende, wenn auch kaum bekannte Andenregionen. Schneebedeckte 5.000er, wilde Felsgrate, grüne Weideflächen und sprudelnde Wasserfälle säumen ihren Weg. Auch Pelechuco selbst ist touristisch noch vollkommen unerschlossen und in kaum einem Reiseführer erwähnt. Sie übernachten in einem einfachen Hotel, dort wartet auch ein Abendessen auf Sie.
2. Tag: Auf uralten Inkapfaden wandern Sie dann von Pelechuco (3500 m) über einen 4.000 m hohen Pass und durch erstaunlich grüne Hochflächen. Auch ein kleiner Bach säumt Ihren Weg, sodass die Wasserversorgung gewährleistet ist. Gecampt wird dann am nahegelegenen Fluss Illo Illo auf nur noch 3.800 m. Insgesamt brauchen Sie etwa 5 Stunden für die Trekkingstrecke, gut 600 Höhenmeter müssen dabei überwunden werden.
Nachdem die Zelte aufgebaut sind, können Sie ganz nach Wunsch relaxen, umherwandern oder versuchen, einen der zahlreichen Fische im Illo Illo Fluss zu erhaschen. Ansonsten gibt es aber auch ein Abendessen vom Kocher.
3. Tag: Früh starten Sie heute, denn Sie wollen hoch hinaus. Der Sunchuli Pass auf immerhin 5.100 m Höhe bildet im wahrsten Sinne des Wortes den Höhepunkt des Treks mit herrlichem Andenpanorama. Gewaltige Bergmassive prägen die unmittelbare Umgebung, teilweise kaum je betreten. Bis hierher müssen jedoch einige Höhenmeter überwunden werden, 1.300 insgesamt. Ein stattlicher Marsch also, doch die gewaltigen Ausblicke und die ursprüngliche Landschaft entschädigen für alle Mühen. Nach gut 6 Stunden haben Sie dann Ihr zweites Lager erreicht, schnell sind auch die Zelte aufgebaut. Sie campen im Sunchuli Valley, nahe der berühmten Goldminen, welche schon von den Inkas betrieben wurden. Wer möchte, kann noch einen kurzen Blick darauf werfen.
4. Tag: Die Ruinen von Inka Kancha sind Ihr nächstes Ziel, doch zuerst gilt es einen steilen und windigen Pass zu überwinden, wiederum belohnen Sie weite und prächtige Ausblicke für die Mühen. Inka Kancha selbst liegt auf immerhin 4.200 m Höhe, also kann die Nacht wiederum sehr kalt werden, doch Sie sind ja gut ausgerüstet. Zudem sind die Ruinen mehr als sehenswert, sodass auch der Nachmittag gerettet ist. Auch heute benötigen Sie wieder um die 6 Stunden Wanderzeit, um Ihr Ziel zu erreichen, das Camp selbst liegt dann direkt neben einem malerischen Wasserfall mit Duschgelegenheit. Freiluft natürlich, entsprechend kalt ist auch das Wasser, genau richtig nach einem anstrengenden Wandertag. Am Abend sitzen Sie dann noch lange am Feuer vor den Zelten.
5. Tag: Wieder nehmen Sie einen über 5.000 m hohen Pass in Angriff, auch hier ist die Aussicht exzellent, vor allem sticht der über 5.800 m hohe Akhamani heraus, einer der vielen heiligen Berge Boliviens. Prickelnd nah steht sein eisbewehrter Gipfel über Ihnen, aber noch zahlreiche weitere Andenriesen bekommen Sie zu Gesicht. Weiter geht es am nächsten Tag durch dichten Bergurwald umrahmt von schneebedeckten Gipfeln zum nächsten Camp auf 4.300 m. Die Wegstrecke ist heute nicht ganz so lang, in 5 Stunden müsste sie geschafft sein. Auch heute Nacht erleben Sie die Anden wieder in ihrer ganzen Großartigkeit, aber auch mit ihrer erfrischenden Nachtkälte. Unglaublich klar sind die Sterne über Ihnen zu erkennen, eine Kombination aus Höhe und südlicher Lage macht dies möglich. Jatun Pampa ist übrigens der Name Ihres Lagerplatzes.
6. Tag: Ein paar kleine Häuser befinden sich an Ihrem heutigen Lagerplatz, erste Anzeichen der Zivilisation. So leben also bolivianische Bauern. Steinige Pfade und dichte Bergurwälder säumen Ihren Weg hinab nach Curva, dem ersten kleinen Bergweiler seit langem, allerdings immer noch auf gut 3.700 m Höhe gelegen. Hier gibt es neben einer kleinen Lagune auch wieder einen einfachen Laden und ein warmes Bett für die Übernachtung. Nach 4 bis 5 Stunden dürften Sie dort eingetroffen sein, es bleibt also noch genügend Zeit, das dörfliche Leben etwas zu studieren und den Ort näher unter die Lupe zu nehmen. Oder natürlich einfach nur auszuruhen. Wäre aber schade, kann man hier doch interessante Zeugnisse der Kalawaya-Kultur entdecken. Am Abend steht dann noch ein gemeinsames Abendessen an, um die Rückkehr in die Zivilisation etwas zu feiern.
7. Tag: Heute geht es wieder zurück nach La Paz, Startpunkt dafür ist das Dörfchen Achacachi, am Ostufer des Titicacasees gelegen. Hier sind Sie nur noch 280 Kilometer von La Paz entfernt, auch aufgrund der besseren Straßenverhältnisse ist die Rückfahrt deutlich kürzer als die Hinfahrt. Trotzdem stehen Ihnen gut 8 Stunden Fahrt bevor, allerdings wiederum durch eine unvergleichliche Landschaft. Fast während der gesamten Fahrt haben Sie den tiefblauen Titicacasee vor Augen mit seinen schier unendlichen Weiten. Darüber erheben sich die schon bekannten Andenriesen und hoffentlich azurblauer Himmel. Zwischendurch ist der eine oder andere Stopp angesagt, sodass es auch heute einiges zu Erleben gibt.
Am Abend finden Sie sich dann wieder in der pulsierenden Metropole ein, quasi das Kontrastprogramm zu Einsamkeit des Apolobambatreks.
|
|






